Spanisches Olivenöl

Olivenöl - flüssiges Gold Spaniens

Grüngold, schmackhaft und gesund - Olivenöl ist eines der traditionsreichsten Produkte der mediterranen spanischen Küche.

Die Olivenbäume prägen zusammen mit Wein, Feigen und auch Zitrusfrüchten die Landschaften der Iberischen Halbinsel.

Spanien ist derzeit weltgrößter Olivenölproduzent. Mit rund 215 Millionen Olivenbäumen werden über eine Fläche von mehr als 2.100.000 Hektar unterschiedliche Olivensorten angebaut. Die meisten davon im wichtigsten spanischen Anbaugebiet Andalusien, woher ca. 90% der Erträge stammen. Weitere Anbaugebiete sind Extremadura, Castilla - La Mancha und Katalonien.

Die wichtigsten Olivensorten, aus denen Öl gewonnen wird sind:


 

  • Picual

    Schwarz geerntet wird die wohl wichtigste Olivensorte zu Öl verarbeitet. Das Olivenöl der aus Andalusien stammenden Picual-Olive ist von intensivem, pfeffrigem Geschmack. Das kräftige Öl der Picualolive ist sehr gut erhitzbar und zeichnet sich durch einen hohen Vitamingehalt aus. Es eignet sich hervorragend zum kochen und braten - die bekannte spanische kalte Gemüsesuppe „Gazpacho“ wird traditionell mit Picual-Olivenöl verfeinert!
  • Arbequina

    Die Arbequina-Olive - klein, jedoch von intensiven Geschmack. Diese Olive stammt aus Katalonien und wird grün geerntet. Olivenöle aus Arbequinaoliven haben einen fruchtig-herben Geschmack, sind leicht nussig mit einem geringen Säureanteil.
  • Cornicabra

    Diese Olivensorte ist heimisch in den Provinzen Ciudad Real und Toledo sowie in der Region La Mancha. Ihre Form erinnert an das Horn einer Ziege, daher der Name Cronicabra „Horn der Ziege“. Sie wird für die Olivenölproduktion verwendet.
  • Empeltre

    sehr alte fruchtige Sorte
  • Hojiblanca

    Früher nur zu Olivenöl verarbeitet, ist sie heute zu einer beliebten Tapas-Olive avanciert. Ihr Anbaugebiet ist Andalusien, wo sie schwarz, also reif geerntet wird. Fest und fruchtig ist ihr Fruchtfleisch.
  • Manzanilla

    Die beliebteste Tafelolive überhaupt! Sie wird sowohl grün, als auch schwarz geerntet. Ihren Namen „Manzanilla“ - kleiner Apfel hat sie von der Form dieser Olivensorte. Gefüllt mit einer Paprika- oder Sardellenpaste gehört sie auf jede Tapasplatte. Ihr Öl ist ein wenig bitter, jedoch samtig und gleichzeitig würzig im Geschmack.
  • Picudo

    Sowohl zur Olivenölgewinnung als auch als Tafelolive findet die Picudo ihre Verwendung. Ihre Anbaugebiet liegen im Südwesten Cordobas und in den Provinzen um Malaga und Granada. Sie zeichnet sich durch ihr exotisch-fruchtiges Aroma aus.
  • Morisca

    Beheimatet in der Provinz von Badajoz, der Region der Extremadura. Olivenöl welches aus dieser Sorte gewonnen wird ist besonders süß und fruchtig.
  • Picual
  • Arbequina
  • Cornicabra
  • Empeltre
  • Hojiblanca
  • Manzanilla
  • Picudo
  • Morisca


Güteklassen


Natives Olivenöl extra (Olivenöl Extra Vergine)

  • Erste Güteklasse – direkt aus Oliven ausschließlich mit mechanischen Verfahren gewonnen und kalt gepresst
  • Anteil an freien Fettsäuren ≤ 0,8 %, ohne sensorische Fehler, für den Verzehr geeignet

Natives Olivenöl

  • Direkt aus Oliven ausschließlich mit mechanischen Verfahren gewonnen
  • Säuregehalt ≤ 2 %, leichte Fehler, für den Verzehr geeignet

Lampantöl

Säuregehalt > 2 %, deutlich fehlerhaft, darf nicht an Verbraucher abgegeben, sondern muss raffiniert werden

Olivenöl

  • Bestehend aus raffiniertem Olivenöl und nativem Olivenöl
  • Kein Paneltest vorgeschrieben
  • Säuregehalt ≤ 1 %, Das Mischungsverhältnis ist nicht vorgeschrieben, so dass der Anteil an nativem Olivenöl 1–99 % betragen kann. Je höher der Anteil an nativem Olivenöl, desto intensiver ist der Geschmack.
  • Zunächst hergestellt wie native Olivenöle. Entspricht das gepresste Olivenöl nicht den Anforderungen für native Olivenöle, wird es raffiniert – wie die meisten Pflanzenöle – und wieder mit würzigem Olivenöl vermischt.
  • Äußerst leicht (mild) im Geschmack, keine Vielfalt.
  • Aus dem Restöl des gepressten Olivenbreis wird in einem völlig anderen Herstellungsverfahren Oliventresteröl hergestellt, das auch als solches auf dem Etikett bezeichnet werden muss.

Oliventresteröl

  • Säuregehalt ≤ 1 %, zum Verzehr geeignet. Das Mischungsverhältnis ist nicht vorgeschrieben, so dass der Anteil an nativem Olivenöl 1–99 % betragen kann. Je höher der Anteil an nativem Olivenöl, desto intensiver ist der Geschmack
  • Kein Paneltest vorgeschrieben
  • Enthält ausschließlich Öl aus der Behandlung von Oliventrester und direkt aus Oliven gewonnenes Öl